Wie beantragt man einen Mahnbescheid?

Ein Mahnbescheid kann schriftlich oder in elektronischer Form beantragt werden. Eine Zwischenlösung ist der Barcodeantrag.

Schriftlicher Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids

Für die meisten Verfahrensanträge gibt es amtliche Vordrucke. Wer den Antrag schriftlich einreichen möchte, muss zwingend auf diese amtlichen Vordrucke zurückgreifen (§ 703c Abs. 2 ZPO). Das betrifft insbesondere:

  • den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids selbst
  • den anschließenden Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids
  • ggf. den Antrag auf Neuzustellung

Der schriftliche Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids ist unter anderem im Bürofachhandel erhältlich. Ein Muster für einen schriftlichen Antrag können Sie zum Beispiel hier einsehen. Alle weiteren notwendigen Vordrucke (z.B. der Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids) werden anschließend vom Mahngericht zur Verfügung gestellt.

Elektronischer Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids

Der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids kann auch mit einem interaktiven Antragsformular unter

https://www.online-mahnantrag.de/

direkt im Internet eingegeben werden. Dies hat den Vorteil, dass die eingegebenen Daten dabei schon zum Teil auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden. Mögliche Fehler beim Ausfüllen werden damit reduziert. Die Antragsdaten können anschließend elektronisch an das Mahngericht übermittelt werden.

Außerdem gibt es spezielle Mahnsoftware, welche die Datensätze selbst erstellt und über das Internet an den Server des jeweiligen Mahngerichts übermittelt.

An die elektronische Übermittlung sind allerdings besondere Sicherheitserfordernisse geknüpft, z.B. die Verschlüsselung der Daten und Verwendung einer qualifizierten digitalen Signatur. Hierfür muss also eine entsprechende IT-Infrastruktur vorhanden sein.

Was ist ein Barcodeantrag?

Der Barcodeantrag ist eine „Zwischenlösung“ aus schriftlichem und elektronischem Verfahren. Hierbei gibt der Gläubiger die Daten für den Mahnscheid ebenfalls unter

https://www.online-mahnantrag.de/

ein und generiert anschließend automatisch eine PDF-Datei mit einem Barcode, welcher alle erforderlichen Daten enthält. Dieses PDF wird anschließend ausgedruckt und per Post an das Mahngericht verschickt. Da der Barcode lesbar bleiben muss, darf dieser nicht geknickt oder per Fax versendet werden.

Weitere Hinweise zum Barcodeantrag finden Sie auch unter diesem Link.

Kann man einen Mahnbescheid auch ohne Rechtsanwalt beantragen?

Eine Beantragung durch einen Rechtsanwalt ist nicht vorgeschrieben. Der Gläubiger kann den Mahnbescheid also auch selbst beantragen. Viele Unternehmen machen dies auch regelmäßig selbst.

Zu beachten ist aber, dass auch im Mahnverfahren manchmal Rechtsfragen auftauchen, die bei Antragstellung berücksichtigt werden müssen. Im Übrigen kann man den zeitlichen Aufwand, welcher einem durch das Mahnverfahren entsteht, vom Schuldner nicht ersetzt verlangen (außer einer Mahnpauschale von ca. 3 €).

Wenn sich der Schuldner in Verzug befindet, muss er allerdings auch sämtliche Verfahrenskosten einschließlich der Kosten für einen Rechtsanwalt erstatten. Von daher bietet es sich bei Zahlungsverzug an, direkt einen Anwalt mit der Durchführung des Mahnverfahrens zu beauftragen. Die Gebühren werden dann im Mahnbescheid automatisch mit aufgenommen und müssen vom Schuldner bezahlt werden.

Sie wollen einen Mahnbescheid beantragen?

Wir helfen Ihnen gerne bei der Durchführung des Mahnverfahrens und übernehmen für Sie den Antrag auf Erlass eines gerichtlichen Mahnbescheids.

Ihr Vorteil: Sie müssen sich nicht mit den Einzelheiten und den Formalien des Mahnverfahrens auseinandersetzen.

Unsere Gebühren muss Ihr Schuldner erstatten, wenn er sich in Verzug befindet.

Haben Sie noch eine Frage zu diesem Thema?

Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

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