Mahnbescheid – Welche Kosten fallen an?

Für einen Mahnbescheid fallen immer Gerichtsgebühren an, egal ob man den Mahnbescheid selbst oder über einen Rechtsanwalt beantragen lässt. Die Gerichtsgebühren hängen von der Höhe der Hauptforderung ab, welche mit dem Mahnbescheid geltend gemacht wird:

Höhe der HauptforderungGerichtsgebühren
bis 500,- €36,00 €
bis 1.000,- €36,00 €
bis 1.500,- €39,00 €
bis 2.000,- €49,00 €
bis 3.000,- €59,50 €
bis 4.000,- €70,00 €
bis 5.000,- €80,50 €
bis 6.000,- €91,00 €
bis 7.000,- €101,50 €
bis 8.000,- €112,00 €
bis 9.000,- €122,50 €
bis 10.000,- €133,00 €
bis 13.000,- €147,50 €
bis 16.000,- €162,00 €
bis 19.000,- €176,50 €
bis 22.000,- €191,00 €
bis 25.000,- €205,50 €
Gerichtsgebühren für Mahnbescheid (laut Gerichtskostentabelle 2021)

Die Gerichtsgebühren selbst, Zinsen und Mahnkosten sind Nebenforderungen und werden dabei nicht mit eingerechnet.

Wird der Mahnbescheid erst nach Zahlung der Gerichtsgebühr erlassen?

Nein, der Mahnbescheid wird unmittelbar nach Übermittlung des Antrags erlassen, sofern der Antrag keine Fehler enthält. Das Mahngericht schickt dann nach Erlass des Mahnbescheids an den Antragsteller bzw. dessen Rechtsanwalt die Gerichtsgebührenrechnung.

Wohin werden die Gerichtsgebühren für den Mahnbescheid überwiesen?

Die Gerichtsgebühren werden direkt an die Justizkasse überwiesen. Die Kontoverbindung können Sie dem Überweisungsträger entnehmen, welcher der Gerichtsgebührenrechnung beigefügt ist.

Wer muss die Gerichtsgebühren für den Mahnbescheid bezahlen?

Zunächst fordert die Justizkasse die Gebühren vom Antragsteller ein. Die Gerichtsgebühren werden dann allerdings – zusammen mit weiteren Kosten wie z.B. Rechtsanwaltskosten – automatisch in den Mahnbescheid mit aufgenommen und der Hauptforderung hinzugeschlagen. Der Schuldner muss dann nach Erhalt des Mahnbescheids die Hauptforderung und zusätzlich die angefallenen Kosten inklusive Gerichtsgebühren bezahlen.

Auch Rechtsanwaltsgebühren müssen vom Schuldner erstattet werden

Der Gläubiger kann sich die Arbeit für einen Mahnantrag auch sparen und einen Rechtsanwalt mit der Durchführung des Mahnverfahrens beauftragen. Sofern sich der Schuldner in Zahlungsverzug befindet, muss dieser auch zusätzlich die anfallenden Rechtsanwaltsgebühren bezahlen. Diese werden – ebenso wie die Gerichtsgebühren – der Hauptforderung automatisch zugeschlagen und in den Mahnbescheid mit aufgenommen.

Sie wollen einen Mahnbescheid beantragen?

Wir helfen Ihnen gerne bei der Durchführung des Mahnverfahrens und übernehmen für Sie den Antrag auf Erlass eines gerichtlichen Mahnbescheids.

Ihr Vorteil: Sie müssen sich nicht mit den Einzelheiten und den Formalien des Mahnverfahrens auseinandersetzen.

Unsere Gebühren muss Ihr Schuldner erstatten, wenn er sich in Verzug befindet.

Weitere Beiträge

Haben Sie noch eine Frage zu diesem Thema?

Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

Scroll to Top