Polizeiliche Vorladung

Die Polizei kann Beschuldigte zu einer Vernehmung vorladen. Solche polizeilichen Vorladungen erfolgen regelmäßig schriftlich per Brief.

Es gibt jedoch keine Verpflichtung des Beschuldigten, einer polizeilichen Vorladung Folge zu leisten. Die Polizei kann Beschuldigte auch nicht zwingen, zur Vernehmung zu erscheinen. Der Beschuldigte hat das Recht, der Vernehmung fernzubleiben. Von diesem Recht sollte man auch unbedingt Gebrauch machen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man nicht genau weiß, was einem genau vorgeworfen wird. Eine Entschuldigung oder förmliche Absage ist nicht erforderlich.

Anders ist dies bei Vorladungen zu Vernehmungen durch die Staatsanwaltschaft oder den Ermittlungsrichter (§ 163a Abs. 3 S. 1 StPO).

(Stand: 11.06.2022)

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