Mietminderung

Liegt ein Mangel der Mietsache vor, kann der Mieter zur Minderung der Miete berechtigt sein. Das ergibt sich aus § 536 Abs. 1 Satz 1 BGB:

Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit.

Die Minderungsbefugnis des Mieters beginnt bereits mit Auftreten des Mangels. Die Minderung tritt kraft Gesetzes ein, ohne dass sich der Mieter gesondert darauf berufen muss. Ein „Vertretenmüssen“ des Vermieters in Bezug auf den Mangel ist nicht erforderlich.

Die Höhe der Minderung bemisst sich nach der Minderung der Tauglichkeit des Mietgegenstands. Der prozentuale Abschlag wird taggenau für den Zeitraum angewendet, in welchem die Gebrauchstauglichkeit der Mietsache aufgehoben bzw. beeinträchtigt ist.

(Stand: 31.03.2022)

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