Harren & Partner MS „Palessa“ – Klage gegen Anleger auf Rückzahlung von Ausschüttungen

Anleger des in Schieflage geratenen Schiffsfonds „MS Palessa“ werden derzeit auf Rückzahlung ihrer Ausschüttungen in Anspruch genommen.

Schon am 02.02.2016 wurde über das Vermögen der Harren & Partner Schifffahrts GmbH & Co. KG MS „PALESSA“ das Insolvenzverfahren eröffnet (AG Delmenhorst, Az. 12 I IN 156/14).

Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Tim Beyer aus Bremen bestellt. Dieser fordert nun von den Anlegern des Schiffsfonds klageweise die Rückzahlung von Ausschüttungen.

Nach Darstellung des Insolvenzverwalters soll die Insolvenzmasse nicht ausreichen, um die bestehenden Gläubigerforderungen zu befriedigen. Aufgrund dieser Differenz werden die Anleger als Kommanditisten zur Rückzahlung herangezogen.

Zum Hintergrund

Schiffsfonds galten für lange Zeit als sichere Kapitalanlage. Durch eine schwere Branchenkrise der Schifffahrt sind jedoch etliche Schiffsfonds in finanzielle Schieflage geraten. In vielen Fällen mussten die Fondsgesellschaften Insolvenz anmelden. In solchen Fällen fordern die Insolvenzverwalter häufig von Anlegern die erhaltenen Ausschüttungen zurück und ziehen dafür auch vor Gericht. Anleger sollten solche Rückforderungen aber keinesfalls als „gottgegeben“ hinnehmen, sondern kritisch hinterfragen. Auch wenn Insolvenzverwalter die Rückforderung meistens als klar berechtigt darstellen, scheitern sie mitunter vor Gericht.

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