Die Rückforderung von Ausschüttungen durch den Insolvenzverwalter

Es kommt leider immer wieder vor, dass geschlossene Fonds (z.B. in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG) insolvent werden. Für Anleger ist diese Tatsache schon schlimm genug, denn das investierte Kapital ist in solchen Fällen regelmäßig zu einem Großteil verloren.

Häufig folgt einige Zeit nach Insolvenzeröffnung der nächste Schock: Die Anleger werden vom Insolvenzverwalter angeschrieben und dazu aufgefordert, erhaltene Ausschüttungen an den Insolvenzverwalter zurückzuzahlen. Dass die Anleger eigentlich noch Geld erhalten müssten, interessiert den Insolvenzverwalter dabei nicht. Wer an den Insolvenzverwalter nicht zahlt, muss ernsthaft damit rechnen, auf Rückzahlung verklagt zu werden.

Das Problem an solchen Verfahren ist: Es handelt sich aus Sicht der Insolvenzverwalter um regelrechte Massenverfahren. Ob die Rückforderungsansprüche in der geforderten Höhe tatsächlich bestehen, ist mitunter zweifelhaft. Den Insolvenzverwaltern gelingt es auch keineswegs immer, ihren vermeintlichen Rückzahlungsanspruch sauber zu belegen. Diverse Gerichte haben schon entsprechende Klagen der Insolvenzverwalter als unbegründet abgewiesen.

Daher ist die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts in solchen Fällen durchaus sinnvoll. Einfach so an den Insolvenzverwalter zu zahlen, verschafft zwar schnell Ruhe, aber möglicherweise zu einem hohen Preis.

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